Bauabgabe

Das Steiermärkische Baugesetz schreibt in seinem § 15 eine Bauabgabe vor.

19.03.2015

Beim Bau eines Hauses muss man mit einer Vielzahl verschiedener Kosten rechnen, die auf einen zukommen. Ein Kostenfaktor, der immer anfällt, ist die Bauabgabe.

Das Steiermärkische Baugesetz schreibt in seinem § 15 eine Bauabgabe vor, die anlässlich der Erteilung einer Baubewilligung oder der Genehmigung der Baufreistellung festzusetzen und einzuheben ist. Die Bauabgabe ist sowohl für im Bauland als auch im Freiland gelegene Grundstücke vorzuschreiben. Die Bauabgabe muss auch bei Befristung der Baubewilligung entrichtet werden. Die Höhe dieser Abgabe hängt von der Fläche der Geschosse ab, die mit einem Einheitssatz iHv € 8,72/m2 multipliziert wird. Allerdings wird nur das Erdgeschoss zur Gänze berücksichtigt, bei den anderen Geschossen wird nur die halbe Fläche berücksichtigt.  Für die Bauabgabe samt Nebengebühren haftet auf dem Grundstück bzw. auf den baulichen Anlagen ein gesetzliches Pfandrecht. Das heißt im Falle der Zwangsversteigerung des Grundstückes oder der baulichen Anlage hat die Gemeinde nach den Bestimmungen der Exekutionsordnung (§ 216 Z 2 EO) ein Recht auf vorzugsweise Befriedigung ausstehender Bauabgabenbeträge. Vorsicht ist geboten, wenn der Grundeigentümer nicht auch gleichzeitig Bauwerber ist (also der Bauwerber auf fremden Grund und Boden baut). Der Grundeigentümer, der gar nicht Bauwerber ist, kann für die mangelnde Zahlungsbereitschaft des Bauwerbers mit seinem Grund und Boden haften, da daran ein gesetzliches Pfandrecht besteht! Dagegen bestehen zwar verfassungsrechtliche Bedenken, die Regelung steht aber nach wie vor in Geltung.

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